Die Ausnahme für mich  -  Doppelstromversorgung für Großmodelle.  Voraussetzung ist immer eine Überschlagsrechnung, dass die Kapazität und der Ri ausreichend dimensioniert ist. Siehe auch hier!

Wie bereits auf der vorhergehenden Seite meine Aversionen gegen die 5 - zellige Stromversorgungen beschrieben, habe ich bei meiner großen Lo100, wo die 4 x 4000 mAh - NC-Akkus nur noch  1500 mAh durch zu langes Lagern  hatten, habe ich im Zuge der Erneuerung der Stromversorgung mich entschlossen, zwei Akkupacks mit jeweils 5 Sanyo-NC-Zellen  KR-1800 SCE zu verwenden.
Um die Spannungserhöhung etwas zu verringern, habe ich Siliziumdioden zur Kopplung der Akkupacks verwendet und auch die Querruderservos gewechselt um einen etwaigen Ausfall vorzubeugen.
Das Problem kann besonders bei kurz zuvor vollgeladenen Akkus und bei einer starken Belastung der Ruder auftreten, dass ein Servo sich verabschiedet.

SB 1

Schaltbild 1:
Zur Kontaktsicherheit und zur größeren Belastbarkeit sind jeweils zwei Kontakte des 4-poligen Umschalters paralell geschaltet sowie zweimal zwei 5A-Dioden. Die Dioden verringern die Spannung um etwa 0,7 Volt, sodass eine Betriebsspannung von etwa 5,3 Volt sich ergeben. Wie bereits erwähnt, kann für manche Empfänger wie besonders auch Servos im kurz zuvor vollgeladenen Zustand eine Betriebsspannung von 7,5 Volt minus 0,7 Volt gleich 6,8 Volt anstehen, sodass man schon  Servos und Empfänger verwenden muss, die dafür geeignet sind.
Bei der obigen von mir verwendeten Schaltung müssen beide Akkupacks separat geladen werden!
 
Hier noch ein vereinfachtes Schaltungsbeispiel:

Was allerdings mit einem hochbelastbaren, sicheren Schalter versehen sein sollte,
besser aber mit einem 2poligen Schalter und je 2 parallelgeschalteten Kontakten, wie sie handelsüblich angeboten werden.

Hier einige Schalter, die ich u. A. verwendet habe:
 

Rechts unten ein 4poliger Umschalter, links daneben ein 2poliger US.
Wenn möglich, verwende ich anstatt eines Kippschalters einen oben dargestellten 2polige Schiebeschalter,
die auch für stark vibrierende Motormodelle etwas sicherer sind.
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Hier eine Schaltung, die für eine gleichzeitige Ladung beider Akkupacks geeignet ist.  Allerdings erfordert sie einen Umschalter mit 3 Ebenen und sollte auch mindesten für größere Modelle für 3 A geeignet sein. Besser ist für einen höheren Strom, oder man verwendet einen der preiswerten Drehschalter der für 6 x Um geeignet ist. Damit ist die Möglichkeit gegeben mehrere Schaltkontakte parallel zu schalten.

Bei z. B. 2 Akkupacks mit 4 x ENELOOP, können auch die Dioden entfallen, wenn nicht bis Ultimo entladen wird. Empfehlenswert ist auch einen ELKO zur Pufferung ein zu bauen, um ein eventuelles Schwingverhalten der Versorgungsspannung entgegen zu wirken. Selbst baue ich die Pufferkondensatoren meisten bei den starken Querruderservos ein. Ist im Einbauschacht kein Platz, dann bei den Klappenservos.  Siehe auch die unteren  Schaltungsbeispiele der Großsegler.
 

Hier einige Beispiele,

Wie im Schaltbild zu sehen, werden von mir nur die im Rumpf sich befindlichen Servos direkt mit der Versorgungsspannung verbunden und dem Empfänger anstatt eines Steckers somit mit 3 Steckern zugeführt.

Außerdem kann man auch erkennen, dass damit nur die in den Flächen sich befindlichen Servos vom Empfänger aus mit der Spannung versorgt werden.
Auch sind in der Fläche der jeweilige Plus und Minus der Spannung miteinander verbunden, sodass, sollte einmal bei einem Stecker der Plus oder Minus unterbrochen sein, wird immer noch die Versorgungsspannung, des in diesem Fall, sich das betreffende Servo vorhanden sein.   Bei einer Unterbrechung einer Impulsleitung allerdings besteht diese Sicherheit nicht.

Auf jedem Fall besteht somit eine dreifach höhere Sicherheit bei einer Unterbrechung.
Dann noch ein wesentlicher Vorteil dieser Verdrahtung. Der Querschnitt der Servoleitungen sind z. T. eine größere Strecke verstärkt, außerdem die Übergangswiderstände der einzelnen Steckverbindungen werden für die Stromversorgung verkleinert, da ein zweiter oder dritter parallel geschaltet ist. Was ebenfalls als Plus, durch einen geringeren Spannungsabfall für die Servos zu sehen ist.


Für wichtig halte ich bei Großmodellen, voe allem bei Modellen mit einigen starken Servos, die Stromversorgung zum über einen einzigen Stecker dem Empfänger zuzuführen. Wo dann beim gleichzeitigen Steuern von mehreren Servos der gesamte Strom über drei winzige Steckerpinne mit einem Strom von mehreren Ampere fließen kann. Besser ist immer den Strom über mehrere Stecker zu führen. Davon abgesehen, sind aus Sicherheitgründen zwei oder wie im obigen Plänen drei oder mehr Servostecker besser, wobei gleichzeitig die Servos im Rumpf eine direkte Stromzuleitung haben und die Servos ebenfalls in der Fläche über die kleinen Steckerchen die Stromversorgungsleitungen verbunden werden.  Zur weiteren Sicherheit werden die Plus- und Minus- Kabel in den Steckverbindungen vom Rumpf zu den Flächen ebenfalls mindestens  2 Pinne, wenn möglich 3 Pinne verbunden, wobei sich ein 15 poliger Sub.D-Stecker gut eignet. Siehe den Plan für den Xperience, wo es deutlich dargestellt ist. Dieses geschieht natürlich auch auf der Gegenseite (Buchsenseite).
Auch ist da wegen des Kohle-Kevlargewebe die Antenn in der Fläche verlegt und mit 3 Kontakten des 15pol SUB D Steckers verbunden.

Die Spannungsversorgung  sollte besonders wie beim Xperience verwendeten Digitalservos, zusätzlich mit schnellen Keramik oder SMK Kondensatoren zu den Elkos, gegen die starken Differentialimpulse abgeblockt werden.
Die Elkos arbeiten als Pufferkondensatoren und verhindern starke Spannungseinbrüche. Diese sollten sich möglichst nahe an den Störquellen befinden, um ein Schwingverhalten bei langen Leitungen zu verhindern. Sie lassen sich hervorragend an den Flächenservos anbringen.

Die Ferritringe dienen ebenfals zur Hf - Dämpfung, um die Empfangseigenschaften der im Rumpf liegenden Antenne nicht zu mindern, gleichzeitig um Hf-Störsignale zum Empfänger abzuhalten, zu dämpfen.
Siehe unter dem Beitrag  <Störungen in der Empfangsanlage>
 
 
 

Bild1  Bild2
Lo 100, hier habe ich einen 6pol  2 Stufen Drehschalter verwendet

Bild 1:
Hier die die 2 x 5-NC-Zellen fertig verschaltet/verlötet und gepackt, die nochmals in Schrumpfschlauch verpackt wurden und die ich anschließend mit Silikon in der vorderen Rumpfnase befestigte.
Darunter liegend die beiden Ladebuchsen und der verschaltete 4 x 2-Wegedrehschalter, wo die 4 Stück Leistungsdioden gut erkennbar sind.
Bild 2:
Hier der Schalter mit den Ladebuchsen in ein abgewinkeltes Alublech eingebaut und in der vorderen Rumpfnase gut erreichbar ebenfalls mit Silikon befestigt.

Aber bedenke, solange die Servos, Empfänger und andere Komponenten nicht ausdrücklich für 5 Zellen, also im Extremfall für 7,5 Volt zugelassen sind, besteht ein erhöhtes Risiko Flugmodelle mit 5 Zellen auszurüsten!
Dann muss gewährleistet sein, dass die zulässigen z. B. 6 Volt nicht überschritten werden, was ich schon im vorhergehenden Beitrag unter dem Link:  Einiges über Stromversorgungen im Flugmodell. beschrieben habe.

 Juli 2002  Hg,   ergänzt Okt. 2007 Hg

  Dez. 2006 Hg 
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Nachtrag


Im obigen Schaltbild habe ich ein Schaltungsbeispiel für Interessenten entworfen, wo wechselweise jeweils ein Akkupack die Stromversorgung übernimmt, wobei ich die Ladebuchsen nicht mit eingezeichnet habe. Die Batterie 1 übernimmt die Stromversorgung nach dem Einschalten und der Betätigung des Starttasters bis zur eingestellten Spannung. Der 100uF Kondensator bildet einen positiven D-Impuls auf den Eingang Pin 3 und Pin 6 am ICL7665 und trägt ebenfalls zur sicheren Einschaltung des Pack 1 bei. fällt die Spannung auf die eingestellten 4,5 V ab, erfolgt die Übernahme durch den Akkupack 2. Die Umschaltung geschieht ohne Unterbrechung, wobei der 100nF Kondensator mit dem 1M Widerstand als Zeitglied für eine Verzögerung des Abschaltens von Pack 1 sorgt. Gleichzeitig erfolgt eine negative Rückführung mit den 2,2k Widerstand von Pin 7 auf die Eingänge 3 u. 6 und bewirken durch die entstehenden negativen Einfluss eine Art Verriegelung. Die Diode 4148 erlaubt nur ein negatives Signal auf die Eingänge des IC und verhindert eine Verfälschung des Spannungsteilers des Umschaltpunktes.
 Auch wenn die Spannung des Pack 1 sich wieder erholt und ansteigt, bleibt somit die Umschaltung auf den Reserveakkupack 2.
Die beiden LED´s zeigen den jeweiligen aktiven Akkupack an.

Die Sipmostransistoren sollten möglichst für eine 5V Gateansteuerung geeignet sein. Transistoren wie der BUZ11 u. s. w. hier verwendet, haben einen etwas größeren Restwiderstand zwischen Sorce und Drain als im Datenblatt angegeben, wenn sie mit einer Gatespannung unter 10 V angesteuert werden. Bei Strömen von etwa bis 3 A reichen aber auch diese meist aus, da der Ri  etwa den 2fachen (etwa 0,08 Ohm) haben.
Die meisten Akkupacks mit 4 NiMH-Zellen haben schon einen Ri von etwa 0,02 ... 0,1 Ohm,  was mit den Leitungen  und noch unwesentlich anderen Widerständen, die zusammen bei größeren Strömen zu einem weiteren Spannungseinbruch führen. 
Selbst habe ich diese Variante noch nicht verwendet, da sie mir zu im Verhältnis zu aufwändig ist
und ich mit einer einfachen mit Dioden arbeitenden Doppelstromversorgung noch keine negative Eigenschaften festgestellt habe.

    Uv = I * Rv
 .
Uv  = der Spannungseinbruch, Spannungsverluste
I     = der aktuelle Strom
Rv  = die Summe aller Widerstande, welche die Spannungseinbrüche erbringen, (wie Ri der Batterie, Widerstände der Leitungen, Ri der Schalttransistore, u. s. w.)

Im September 2008,  Hg

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Die Entwicklung der immer besser und leichter werdenden Akkus reißen nicht ab. 
Bei meinen älteren, etwa über 10-jährigen Großmodellen angefangen, die etwas müde gewordenen Akkublocks aus zu wechseln. Zumal die Kapazitäten sich mit der Zeit verringert haben.

So habe ich diese, für eine geringe Selbstentladung entwickelten ENELOOP-Akkus verwendet, wobei ich 2 Viererpacks parallel schalte (siehe obige u. untere Schaltungen). Die Parallelschaltung besteht zeitlich nur während der Einschaltung des Modells. Ansonsten sind diese Akkupacks in Serie geschaltet, wo gleichzeitig die serielle Ladung aller Zellen stattfinden kann.
Bei der Steckerversion  ist ein extra verschaltetes  Ladekabel erforderlich, das ebenfalls  mit abgebildet ist.

Mit diesen ENELOOP-Akkus reduziert sich das Gesamtgewicht bei 2 vierer Akkupacks um einiges gegenüber z. B. eines Akkupacks mit 3300NiMH Zellen. Die Kapazität aber um 20% höher liegt.

Um ein eventuelles Auseinanderdriften der Packs, auch jeder einzelnen Zelle zu vermeiden, wird jährlich eine Formieren und Gleichziehen der Kapazitäten aller Zellen zu machen.  Siehe auch hier.

Dazu ebenfalls ein praktisches Beispiel:

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Wesentliche Änderungen: "2,4 GHz und 2 Akkupacks je 4 x ENELOOP bei Modell-EIN parallel geschaltet und bei Ladung in Reihe!"

 

 

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