Meine Empfehlung ist, dass man sich die Baubeschreibung von MIBO MODELI für den "Xperience Pro-X" aus dem Internet herunter laden und ausdrucken.  Sie ist ganz  gut bebildert  und  geschrieben. http://www.mibomodeli.si/slike/XperiencePRODE.pdf
Leider ist die Seite von mibomodeli nicht meht vorhanden. Es fiel mir auf, nachdem ich einige Mails bekam mit einigen tetailierten Anfragen zu dem Modell.
Seit Januar 2008 hat Modellbau Lindinger eine ins NET gestellt.
http://shop.lindinger.at/pdf/72015.pdf

================================================================================


Das Modell wurde innerhalb von 8 Tagen nach der Geldüberweisung aus Slowenien geliefert. Gut verpackt und mit hervorragend gefertigten Flächen- und Leitwerks- Taschen.

Die Gewichte des Bausatzes:
Fläche rechts                 216g
Fläche links                   216g
Fläche mitte                   574g
Rumpf                          424g
HLW  mit Verbinder        59g

Kleinteile Fl.-Verbinder,  121g
Abdeckungen, Gabelköpfe u.s.w.

Gesamtleergewicht        1610g
Flugleistung - siehe ganz unten!

================================================

Vorab:

Ich habe hier "ein Modell von der Stange" beschrieben und kein Modell zum Test oder speziell für eine Baubeschreibung!
Habe auch keine sonstigen Vorteile.
Deshalb ist diese Beschreibung in einer (meiner) Unabhängigkeit geschrieben, soweit sowas überhaupt möglich ist.
Um für zukünftige Besitzer dieses Modells oder auch anderer Modelle eine vielleicht verwendbare Anregung zu geben.
Im Oktober 2007,  Günther Hager



Hier meine (vielleicht ergänzende und etwas andere) Bauweise dieses sehr schönen und gut gestylten Modells.


Da das Modell ohne Steckverbindungen und Leitungen für die Verkabelung geliefert wird, sind zu erst diese Teile zu besorgen, es sei denn sie wurden mit bestellt.

Beim Zusammenstecken des HLW am Rumpf musste ich feststellen, dass etwa 0,15 bist 0,2mm Luft in den Passungen der Leitwerkhälften und im Rumpf sich zu den 6mm Carbonverbinder befinden. Deshalb habe ich anstatt des Carbonstabes ein 6mm Carbonrohr verwendet, was ich mit dickflüssigen Sekundenkleber aufgedickt habe. Selbstverständlich muss vorher entfettet und leicht angeschliffen werden, eventuell mit einer langsam drehenden Bohrmaschine. Wenn es dann zu schwer geht, habe ich mit  mit 600er Schleifpapier eine Anpassung gemacht, sodass die Steckung schlackerfrei und relativ fest passt. Es könnte sogar auf den von Mibo vorgeschlagenen Klebefilm verzichtet werden. Auch kann man den mitgelieferten Vollcarbonverbinder aufdicken.
Das Gewicht des Verbinders hat sich fast halbiert. Die Lagerung, Wippe im Rumpf selbst ist sehr stabil gebaut, was bei manchen Modellen weniger der Fall ist.
Auch die Flächenverbinder schlackerten in den Taschen, die ich ebenso wie das Leitwerksrohr mit Sekundenkleber angepasst habe. Der eine hatte sehr viel Spiel, wo ich auf der einen Seite ein 40g/m² - Glasgewebe mit dem Sekundenkleber aufgebracht habe, den ich sofort mit mit einer PVC-Folie angedrückt habe (siehe Bild 1 und 1a) und nach dem Aushärten passend geschliffen habe. Auch seitwärts der Verbinder habe ich einiges aufgetragen. Dieses habe ich bisher noch nicht gehabt, meistens musste ich bei einigen Modellen etwas abschleifen.
Der Sekundenkleber hat sich an Carbonmaterial  haltbar, auch über längere Zeiträume und unter starken Reibungsbelastungen am besten bewährt. Auch kann man durch die kurze Reaktionszeit des Klebers schneller weiter arbeiten und es lässt sich alles auch nass schleifen.
Selbstverständlich gibt es auch noch andere Methoden, die ich fast alle schon probiert habe, doch bin ich bei der oben beschriebenen hängen geblieben, siehe auch meine Begründungen dazu.
Bild 1  Bild 1a
Die mitgelieferten Flächenverbinder haben 3,5° V-Form, die Flächenanpassung (Mittelteil zur Außenfläche) hat an der Oberseite einen kleinen Spalt. Mir scheint, dass die Anpassung für eine 5° Anpassung gemacht ist. Leider wird von MIBO MODELI nicht darauf hingewiesen, deshalb sollte man bei einer Bestellung darauf hinweisen, dass die 5° oder die 3,5° Flächenverbinder geliefert werden sollen!

==================================================================

Für die Stromversorgung habe ich "4S  2700 SANYO HR-AU" verwendet, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe und die mit ihren 17mm Durchmesser und Gewicht von 40g/Zelle gut in die Rumpfspitze passen. Leider ist in der Rumpfspitze etwas an Bleikugeln eingeharzt. Das Gewicht hätte ich gern zur Verfügung gehabt.
Trotz der 160g -Akkus und relativ schweren Servos, wird der Schwerpunkt bei 107mm von der Nase gemessen ohne zusätzlichen Ballast passen. Die 4 Zellen habe ich mit zwei hintereinander und zwei parallel auf die hintere (als Dreieck) angeordnet, etwa  so .

An der mitgelieferten, sehr praktischen Servobefestigung für den Rumpf, habe ich den Ausschnitt für das HLW-Servo etwas verbreitert um ein starkes SES 640 BB/MG einzubauen, da die sehr solide Anlenkung/Lagerung in meinem Modell den Nachteil hat, dass das Gelenk etwas schwergängig ist und eine exakte Rückstellung in die Neutrale für ein schwaches Servo schwer sein wird.  Ein  weitaus teuereres Digitalservo  wie bei den Querrudern  haben eine weitaus kleinere Stellkraft  und würden  im Stellbereich  tackern  und versuchen  in die  Stellung zu kommen.  Die sehr große Haltekraft hat dabei keinen Einfluss.   Auch habe ich  ich bei meinen  vielzähligen (etwa über 50) SES 640, die auch in Großseglern ihre langjährigen Dienst tun noch keinen Ausfall gehabt. Dass ein Ausfall mal kommen wird ist mir klar, was aber auch bei einem teuren Digitalservo vielleicht etwas früher der Fall ist, als bei einem soliden Billigservo, was nur die hälfte oder weniger an kraft benötigt als ein Servo, was ständig versucht in gesendete Stellung zu kommen.
Um so leichter geht das Seitenruder, für das ich ein noch vorhandenes "HS-81 MG" verwendete. Das Hart-PVC-Servobrett wurde so weit wie möglich nach vorne nach MIBO eingebaut, um noch den Akkupack heraus zu bekommen, wenn das Servobrett mit beiden Servos heraus geschraubt  wird.

Siehe Baubeschreibung von MIBO MODELI.
=======================================================

Da ich keine Aufballastierung machen werde und ich genügend schwerere Modelle habe, die bei stärkeren Winden, Aufwinden eingesetzt werden, habe ich die mitgelieferte Balastbremse nicht eingebaut.   So kann der Empfänger, etwas eingepackt in Schaumstoff, gleich hinter dem Servobrett gelagert werden.
In der Praxis hat sich für mich bewährt, die Haube mit dem Rumpf zu verbinden, um mitunter lästiges Suchen zu vermeiden, so habe ich eine Öse aus Aluschweißdraht eingeharzt und mit einem Band an einer Schraube des Servobrettes befestigt. Siehe Bild 2.

 Bild 2

Die Steuerkomponenten passen gut in den schlanken Rumpf.
Auf Kontermuttern an den Gabelköpfen kann man verzichten, wenn die Gabelköpfe mit der Schneide einer Kombizange leicht gekerbt werden. Nur muss die Hülse mit dem Gewindestück dann mit einer Zange festgehalten werden, da das Drehen etwas schwer geht aber er sitzt drehfest und schlackerfrei.
Das Abblättern der gelben Farbe (im Bild 2 unten links) hat mich etwas erschreckt, hoffentlich bleibt es bei dieser einen Stelle. Ich trau mich nicht danach zu suchen. Aber wahrscheinlich hat sich nur hier beim Laminieren eine Blase oder schlechte Benetzung gebildet.
Beim einkleben/einharzen der Servohalterung, habe ich auch unten , da es gewichtsmäßig kaum eine Rolle spielt, ein Nahtband  und zusätzlich ein 200g Glasgewebe bis zum Hochstarthaken eingeharzt, da die Rumpfhälften nur gestoßen und nicht überlappend und mir scheint ohne Nahtband zusammen gebaut sind. Jetzt ist der Rumpf im vorderen Bereich um nochmals einiges fester.

Für die Flächen habe ich folgende Servos eingebaut:  Wölbklappe 2x  "SES 640 BB/MG",   Querruder 2x  "S3150, digital BB/MG".
(Das SES 640 BB/MG ist Baugleich dem GWS IQ 200 MG)

Die Antenne habe ich in der Fläche, von der Carbon-D-Box und den Servoleitungen so weit wie möglich entfernt verlegt. Außerdem habe ich alle Flächenservos mit Ferritringen Hf-mäßig entkoppelt, um eine Dämpfung oder Beeinflussung des Antennensignales zu vermeiden.
So habe ich keinerlei herausstehende, heraushängende Antennenteile, die bei einem so perfekt gebauten Modell nicht nötig sind und nicht nur die Optik verschandeln.
Diese Methode habe ich schon bei einigen meiner Modellen angewandt, was sich mehrfach  bewährt hat.  Siehe hier. 


Die Anordnung der Fernsteuerkomponenten habe ich im Bild 3, dem Verdrahtungsplan dargestellt.
 Bild 3.
  Bild 3:  Im allgemeinen reicht eine SUB-D 9pol-Steckverbindung für den Rumpf/Flächen-Übergang,
wie sie von MIBO MODELI  vorgesehen ist. Da ich aber die Antenne im Flächenmittelteil verlegt habe,
 um den etwas schwierigeren Einbau einer zweiten Steckverbindung zu vermeiden,
habe ich eine 15pol Steckverbindung eingebaut.
Auch ist durch die doppelten und dreifachen Parallelschaltungen der Kontakte eine zusätzliche Sicherheit gegeben. 
Die zusätzliche Abblockung der Versorgungsspannung mit den 1000uF Elko´s und 0,1uF Keramiks,
sind bei langen Zuleitungen, vor allem bei starken Digitalservos angebracht.
Sie stabilisieren die Versorgungsspannung und verhindern schnelle Piekser auf den Leitungen.
Ist der nötige Platz vorhanden, baue ich sogar 2200uF Elkos ein.
Wahrnembare Störungen sind in der Regel ein zusammenwirken von mehreren negativen Einflüssen.
Die Belastung der Kontakte des Schalters ist nicht so kritisch, da die Leitungen durch ihren induktiven,
sowie ohmschen Widerstand eine Strombegrenzung erbringen.

Daher das Sprichwort: "Ein Unglück kommt selten (von) allein".
Die Kondensatoren kann man aus alten PC-Bandgeräten o. ä. E.-Geräten,
als versierter Bastler/Modellbauer ausbauen und sich somit den Kauf ersparen.
 

Die Kondensatoren habe ich zusammen gelötet,
mit kurzen Leitungen versehen und neben den Servos zur Fixierung mit etwas Schaumstoff, in die Fläche geschoben
=============================================================

Bild 4
Bild 4: 
zeigt den Kabelbaum für den Rumpf, wobei ich die Buchsenleitungen der Flächenservos verwendet habe,
wo die Plus- und die Minus- Leitungen verlötet auf je eine dicke 0,25mm³ Leitung und 4 dünne 0,08mm² Leitungen,
zu der 15pol SUB-D Buchse führen. So können 6 Windungen je Leitung in dem Ferritring angebracht/durchgezogen werden.
Die 15pol Buchse kann erst nach dem Durchfädeln der Leitungen durch das Buchsenloch angelötet werden,
da auch der F.-Ring nicht durch das Buchsenloch passt.
Zu empfehlen ist, die Brücken an der Buchse- und Stecker, wie im Verdrahtungsplan dargestellt,
sind vor dem Anlöten der Leitungen zu machen.
Zur besseren Lötung der Brückung, habe ich Einzeldrähte eines Stück flexiblen 1mm² Draht verwendet (NYAF).
==============================================================

In Bild 5 und 6. Als Antenne im Rumpf und Fläche habe ich Verzinkte Fesselfluglitze verwendet,
die ich in einem Bowdenzuginnenrohr eingeschoben habe und in der Fläche im Klappenspalt fixiert/geklebt habe.
So bin ich weit von den Carbon-D-Boxen und Servoleitungen entfernt.
Zur Verlängerung habe ich eine Steckverbindung verwendet. Diese verbindet das Mittelteil zur Aussenfläche.

Bild 5  Bild 6
.
Im Rumpf wurde das Bowdenzuginnenrohr nochmals  in einem dickeren PVC-Schlauch bis zum Empfänger geschoben,
sodass möglichst eine geringe Dämpfung des Antennensignals sich ergibt (größerer Abstand zu den Servoleitungen).

=================================================================


Durch das Innenrohr im Spalt habe ich eine gute Arretierung der Antenne, außerdem gut auswechselbar, sowie bei Feuchtigkeit
oder gar Nässe, hat eine nichtisolierte Antenne zur dann zur leitenden Fläche Kontakt.
Das Mehrgewicht des Rohres beträgt ganze 1,4g.

Die Begründung der zusätzlichen Isolierung der Antenne im Rumpf habe ich betreff der Dämpfung schon oben beschrieben.


==============================================================



Bild 7 Bild 8

Bild 9  Bild 10
In den Darstellungen
habe ich schrittweise, in Bild 7 bis Bild 10,  meine Anlenkungsweise der Wölbklappen und Querruder abgebildet.
Nicht um die Gabelköpfe zu sparen, sondern um die erforderlichen Aussparungen für die Anlenkungen nicht unnötig zu vergrößern
und vor allem die hemmenden Gabelköpfe an den Durchführungen nicht zu haben.

Verwendet habe ich den im Modellbau erhältlichen 1,6mm verzinkten Eisenrundstab,
 der sich bei der geringen Länge nicht durchbiegt und in die Bohrung  ohne Spiel passt.
Zur Arretierung habe ich einen etwa 0,5mm Cu-Draht  um den Eisenrundstab gewickelt und verlötet.
(Auch kann man eine M2 Mutter als Arretierung anlöten, die allerdings in diesem Fall, für den Ausschnitt zu viel aufträgt.)
Selbstverständlich muss der Scharnierbolzen in der Klappe oder Querruder eingedreht sein und
die gebogene Anlenkung in dem Durchbruch zum Servo sich befinden, wenn man die Lötung macht.
Achtung, es muss schnell die nötige Wärme übertragen werden, um ein verlöten mit dem Scharnierbolzen zu verhindern.
Am besten eignen sich Lötkolben vo 50 Watt aufwärts.

Der Gabelkopf wurde bei passender Einstellung (Klappe/Querruder - Servo) ebenfalls angelötet.
Aber Vorsicht, nicht bei eingehängtem Zusand löten!
Sonst geht der Servohebel hinüber, es sei denn er besteht aus Alu.

In Bild 7 ist die einseitige Abrundung der mitgelieferten M3-Scharnierbolzen zu erkennen.
Ich habe dieses gemacht, um ein Aufreißen, Beschädigen vor allem der Flächentaschen zu vermeiden.   
Es sei denn, man bringt passende Hutzen zur Abdeckung an, die aber kaum etwas zur Aerodynamik ergeben.
--------------------------------------------------------------

Bild 11                                                Bild 12                                                  Bild 13
In den Bildern 11 bis 13 ist die Anlenkung der Querruder in beiden Endstellungen und der Neutralstellung dargestellt.
======================================================================


Bild 14
Bild 15
Hier die elektrische Verbindung vom Flächenmittelteil zu den Außenflächen.
Die Buchen im Flächenmittelteil habe ich fest eingeharzt, in den Flächenenden lose in einem aus Balsa gefertigten, rechteckigen Tasche versenkbar.
Zur Zugentlastung genügt ein Knoten, der an dem Verschluss der Tasche,
eine Belastung der Lötverbindungen am Servo verhindert.
Als Zuleitung habe ich keine hochflexible Leitungen verwendet, da diese sich besser zurückschieben lassen und
nicht gleich wegknicken beim zusammenstecken der Flächen..
Das Durchführungsloch für das Kabel, habe ich mit einer kleinen Rundfeile anstatt eines Bohrers mit der Handbohrmaschine gebohrt.
 Diese Balsataschen habe ich in die etwas vergrößerten Vierkantlöcher der Flächenenden
mit 5 Minuten Epoxy eingeklebt.
 Am Stecker selbst, mache ich immer eine Isolierung und Zugentlastung, mit Pattexkleber. Diesen trage ich nach dem antrocknen mehrmals auf.
Der Pattex hat eine hervorragende Isolationseigenschaft und haftet auch sehr gut an Materialien,
wo ein Hartkleber oder Harz Schwierigkeiten hat.
Zur Not kann man ihn rückstandslos, ohne Beschädigungen der Leitungen wieder entfernen.

Aber Vorsicht, bei den Einklebungen mit Harz oder 5Min.-Epoxy wachse ich immer die Stellen ein, oder klebe sie ab,
wo eventuell Harz oder Kleber hin kommen kann. Sollte dieses einmal passieren,
 kann man dann ohne Rückstände und Kratzer dieses leicht entfernen.
Einige Handgriffe vorher mehr, können sich hierbei lohnen!

Siehe Bild 14 und 15.

Zu dieser Methode "lose und fest", bin ich vor etwa 5 Jahren gekommen, nachdem ich einen Zusammenstoß mit einem Falken hatte.
Als da die eine Außenfläche trotz Tesa einen Abstand bekam und das Querruder ausfiel.
Ich hatte große Mühe bruchlos zu landen, da dieser Zusammenstoß auch noch in einer geringen Höhe war.
Der Falke hat es nicht übel genommen, er fliegt und hält sich weiterhin bei uns Modellfliegern auf und toleriert uns weiterhin.
Er attackiert nur andere Greifvögel, wenn sie in seinem Bereich in niedriger Höhe eindringen.
Das ist kein Latein, sondern eines meiner sehr vielen Erlebnisse, die sich in meiner langen Modellflugzeit angesammelt haben.
Auch habe ich bei dem beidseitigen Festeinbau schon die Steckerkontakte verbogen.
=====================================================================

So heute am 6. 10. war es soweit.
Nachdem ich das gesamte Modell nochmals mit Autowachs eingewachst hatte und gewienert und poliert habe
(Autowachs bietet dem Schmutz weniger Halt).
Bin ich der Windrichtung entsprechend, an unseren
(Eiberg), ein kleines Osthängchen nähe von Bad Senkelteich zum Einfliegen gefahren.
Vorher die obligatorische Wiegung des zusammengebauten Modells, wo die Waage exakt 2032g anzeigte.
Den Schwerpunkt nach MIBO MODELI von 107mm, ohne Gewichtszugabe, sowie alle anderen Einstellungen eingestellt, konnte es losgehen.
---------------------------------------

Vorher aber der obligatorische Reichweitetest
       
Bild 16
                                                                                                                         
Die Einstellung auf Failsave an meiner MC 24 und dann das Modell an der Rumpfspitze waagerecht, wie es etwa fliegt, in 1m Höhe vom Boden haltend und in einer Richtung im flachen Gelände, gerade aus mit großen Schritten.  Nach etwa 160 Schritten (etwa 140m), erstes Failsave - Einlaufen, wo bei etwas höher Halten des Modells, etwa auf 1,5m, der Empfang wieder einsetzte und nach weiteren 8 Schritten wieder die Übertragung ausfiel. Bei waagerechten Drehen des Modells (Antenne quer zum Sender), setzte der Empfang wieder ein. Dieses war die etwas gleiche Entfernung meiner anderen Modell mit gleichem Empfänger (smc 19 DS).
.
Da die Abstrahlung des Senders nicht nur durch die eingeschobene Antenne extrem gering ist, sondern auch, da der Sender durch das nicht in der Handhalten eine weitere Schwächung des ausgehenden Hf-Signales erhält, dürfte die Reichweite bei exakter Antennenlänge
die Reichweite im Optimum liegen.
.
Ein Tipp zum Reichweitetest:  Da nur jeder Reichweitetest relativiert wird durch ein unterschiedliches Gelände, wo er durchgeführt wird. Sollte, um einen Vergleich zu schon vorhandene und durch die Praxis bis zur Sichtweite geflogene Modelle gezogen werden. Auch ist mitunter die Wetterlage, vor allem wenn Inversiosschichten sich bilden, ein starker negativer Einfluss auf die Reichweite mit eingeschobener Antenne.
.
So kann und habe ich bei etwas Überlegung und einige Handgriffe mehr, keine Antenne außerhalb des Rumpfes herum baumeln.
Selbstverständlich ist die Flügelmethode bei einem VollkohleFlügel nicht möglich. 
.
Deshalb ist es mir immer wieder ein Rätsel, warum einige Hersteller keine Rümpfe aus Aramid herstellen, wo dann die Antenne zusätzlich in der Seitenleitwerksflosse hochgezogen, einen optimalen Empfang im 35Mhz Bereich hätte. Sollte die etwas schwierigere Verarbeitung des Materials daran Schuld sein, oder der etwas höhere Preis, oder Beides?
Die etwas größere Elastizität ist ohne weiteres durch etwas mehr Material oder der Konstruktion in den Griff zu bekommen. Für die Bruchsicherheit mitunter sogar zum Vorteil, zumal ein F3J - Segler kein Speedteil ist und extreme Wenden fliegen muss.

Bild 17
Und so sieht er nach dem Einfliegen aus. Bei einem Gesamtgewicht von 2,035Kg und vielversprechende,
genussreiche Flüge, vor allem bei geringen Aufwinden verspricht.
===========================================================================

Hier einige andere Einstellwerte als bei MIBO MODELI´s Baubeschreibung:

HLW  -  MIBO-Bild 19 = 68mm, meine Einstellung 67mm
MIBO-Butterfly-Höhe = +5mm, meine Einstellung linear-kontinuierlich über K1 = +3mm, um leicht zu ziehen bei der Landung.
                                                                                                                                    (bei +5 himmelte das Modell enorm)

Die Quer- und Höhen- Ruderausschläge habe ich ebenfalls um jeweils 2mm erhöht und Exponential auf 40% eingestellt

MIBO hat ja diesbezüglich schon den Hinweis gegeben: "Je nach individueller Einstellung, abhängig vom Piloten und Flugweise".

=====================================================================================

Ein vielleicht wichtiger Hinweis für Modellflieger, die dieses Modell bestellen möchten.
.
Bei der Bestellung sollte darauf hingewiesen werden, ob die 3,5° oder 5° Flächenverbinder mitgeliefert werden sollen,
oder gar beide Versionen.
Die Flächenanpassungen (Mittelteil zum Außenflächen) haben oben einen etwas größeren Spalt als unten,
die wahrscheinlich schon für die 5° Verbinder angebracht wurden.

Selbst habe ich die 5° Verbinder nachbestellt, was ihr euch dann ersparen könnt, wenn ihr sie gleich mit bestellt!


=====================================================================


Beim Einbau der Querruderservos, die ich bis zum Holm stoßend eingebaut habe stellte ich fest,
dass beide Holme im Servobereich um 5mm differieren.
Auch eine nochmalige Sichtkontrolle, indem ich die Flächenenden gegen das Licht hielt, bestätigten mir meine Messungen.
 Dieser Ausrutscher wäre wahrscheinlich nicht passiert,
wenn, wie bei den meisten Modellen eine oder mehrere Rippen eingebaut wären. 
Auch bei den allgemeinen, sogenannten Testmodellen  werden wohl kaum derartige Ausrutscher auftreten.
Ich hoffe, dass dieses die erforderliche Festigkeit bei Windenstarts nicht beeinflussen wird.
Auch habe ich die Steckverbindungen vom Flächenmittelteil zu den Aussenflächen,
sowie die Leitungen für die Verkabelung vermisst, die ich aber glücklicher Weise noch auf Lager hatte.

Deshalb sehe ich diese Toleranzen als Kompromiss eines preiswerten, sehr schönen Leichtbaus an.


==================================================================================

Heute, am 20. 10. 07 habe ich die ersten Windenstarts durchgeführt.
Diese haben meine ursprünglichen Bedenken i. B. der Festigkeit beseitigt.
Das Modell verhält sich sehr ruhig im Steigflug und lässt sich hervorragend  mit Spannung und beschleunigten Schuss starten.

Die optimalen Feineinstellungen werden meinen eigenen Starteigenschaften entspechend kaum größere Abweichungen,
denen von MIBO angegebenen bedürfen, die ich demnächst mit den 5°-Verbindern machen werde.
©   Im Oktober 2007, G. Hager 
==================================================================================

Die Feinabstimmungen sind getan und das Modell hat eine extrem gute Flugleistung für ein F3J - Flooter.
Unvorstellbar, dass der Shadow vom selben Hersteller das gleiche, oder sogar noch ein leichteres Abfluggewicht
trotz etwas gräßerer Spannweite hat
und die Leistung noch besser sein soll.



Zurück